Im Zuge des Umzugs in ein neues Depot stand das Diözesanmuseum Regensburg vor der Herausforderung, zahlreiche Holzobjekte zu reinigen und zu dekontaminieren. Die Objekte waren stark verstaubt und verschmutzt. Eine zusätzliche Komplikation war die Belastung mit alten Holzschutzmitteln. Eine umfassende restauratorische Reinigung war daher nicht nur zur Verbesserung der Lesbarkeit, sondern auch aus konservatorischen und gesundheitlichen Gründen notwendig.
Staub als Träger von Schadstoffen
Der aufliegende Staub war nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern fungierte auch als Träger für die Reste alter Holzschutzmittel. Eine Kernaufgabe war es daher, diese kontaminierten Stäube sicher und gründlich zu entfernen, bevor die Objekte ins neue Depot eingelagert werden konnten. Die restauratorische Reinigung musste dabei so schonend erfolgen, dass eventuell vorhandene originale Farbschichten nicht beschädigt wurden.
Trockenreinigung legt Farbschichten frei
Aufgrund der Empfindlichkeit der Oberflächen und der Art der Verschmutzung wurde eine sorgfältige Trockenreinigung durchgeführt. Mit speziellen Schwämmen und Werkzeugen wurde der Staub Schicht für Schicht abgenommen. Der Erfolg dieser Methode war beeindruckend: Unter der dicken Staubschicht kamen nicht nur die Details der Holzschnitzereien wieder zum Vorschein, sondern auch Reste mehrerer originaler Farbfassungen, die zuvor kaum sichtbar waren.
Ein überraschendes Ergebnis
Die restauratorische Reinigung führte somit nicht nur zur Dekontaminierung der Objekte, sondern ermöglichte auch neue Einblicke in ihre ursprüngliche Gestaltung. Das Sichtbarwerden der alten Farbschichten war der größte Erfolg dieses Projekts und liefert wertvolle Informationen für die weitere kunsthistorische Einordnung der Stücke.









