Denkmalpflege Konzept: Das Mahnmal „Orte des Erinnerns“ in Berlin

Gesa Witt und Tine Lippert schauen gemeinsam in die Kamera. Sie stehen vor einem technischen Objekt, das sie restaurieren.

Denkmalpflege Konzept: Das Mahnmal „Orte des Erinnerns“ in Berlin

Gesa Witt und Tine Lippert schauen gemeinsam in die Kamera. Sie stehen vor einem technischen Objekt, das sie restaurieren.

Kunde

Masterarbeit HTW Berlin (im Kontext Bezirksamt Schöneberg / Künstler)

Jahr

2019-2020

Leistungen

Denkmalpflege Konzept, Dokumentation, Zustandserfassung, Künstlerinterview, Zeitzeugeninterviews, Pflegeplan

Weitere Eindrücke des Projekts

Das dezentrale Flächendenkmal „Orte des Erinnerns“ von Renata Stih und Frieder Schnock im Bayerischen Viertel in Berlin-Schöneberg ist ein Mahnmal von nationaler Bedeutung. Im Rahmen einer Masterarbeit wurde ein umfassendes Denkmalpflege Konzept für dieses einzigartige Werk erarbeitet. Die 1993 eingeweihten 80 doppelseitigen Aluminiumschilder, verteilt an Straßenlaternen, zeigten Spuren der Vernachlässigung und waren teilweise stark verschmutzt.

 

Ein Denkmalpflege Konzept erstellen: Die Notwendigkeit

Ziel der Arbeit war eine detaillierte Dokumentation des Bestands, eine Zustandserfassung jedes einzelnen Schildes sowie die Erarbeitung von Vorschlägen für zukünftige Reinigungs- und Pflegemaßnahmen. Diese Grundlage ist entscheidend, um die materielle Substanz und die ästhetische Wirkung des Denkmals langfristig zu sichern. Das Denkmalpflege Konzept sollte dabei die spezifischen Materialien (Aluminium, Lacke, Drucktechniken) und die besondere Herausforderung eines dezentralen Mahnmals im öffentlichen Raum berücksichtigen.

 

Von der Analyse zum Pflegeplan

Der Prozess umfasste eine gründliche Recherche zur Geschichte des Ortes und zur Werkgenese. Ein zentraler Bestandteil waren Interviews mit den Künstlern Renata Stih und Frieder Schnock sowie bewegende Zeitzeugeninterviews mit Anwohnern des Viertels. Die aufwendige Zustandserfassung aller 80 Schilder erfolgte direkt vor Ort. Auf Basis dieser umfassenden Material- und Zustandsanalyse wurde ein detaillierter Pflege- und Monitoringplan erstellt.

 

Ein Leitfaden für die Zukunft des Denkmals

Das Ergebnis ist ein wissenschaftlich fundiertes Gutachten, das als Leitfaden für die zukünftige Pflege des Mahnmals dient. Die Interviews mit den Künstlern und Zeitzeugen lieferten zudem wertvolle Einblicke in die Intention und Rezeption des Werkes. Die Arbeit zeigt, wie essenziell ein durchdachtes Denkmalpflege Konzept für den Erhalt moderner Kunst im öffentlichen Raum ist.

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