Im Museum der Arbeit stand eine besondere Aufgabe an: die Restaurierung des Modells der berühmten Elbtunnel-Bohrmaschine TRUDE. Durch starke Temperaturschwankungen in seiner freibewitterten Vitrine hatten sich nämlich Materialien verformt, Klebstoffe gelöst und einzelne filigrane Teile waren abgebrochen.
Wenn ein Modell unter freiem Himmel leidet
Die Schäden waren vielfältig: Einerseits hatten sich die Korkplatten, welche die Tunnelwände darstellen, zusammengezogen und von der Wand gelöst. Andererseits war der darunterliegende Klebstoff versprödet, was zu offenen Fugen und instabilen Platten führte. Zusätzlich waren an den detaillierten technischen Einbauten im Inneren des Modells durch die Materialbewegungen zahlreiche Kunststoffteile gebrochen.
Restaurierung Modell: Die Vorgehensweise im Detail
Für die Bearbeitung wurde das Modell zuerst in die Werkstatt gebracht und die gesamten technischen Einbauten sorgfältig aus der Tunnelröhre entfernt. Nach umfassenden Klebstoff-Testreihen wurden die losen Korkplatten dann mit einem passenden, alterungsbeständigen Klebstoff wieder befestigt. Die durch das Schrumpfen des Materials entstandenen Fugen wurden daraufhin aufgefüllt, verkittet und farblich exakt retuschiert. Diese Geduldsarbeit ist tatsächlich ein Kernaspekt, wenn die Aufgabe Restaurierung Modell lautet.
Ein technisches Denkmal en miniature, wiederhergestellt
Nach Abschluss aller Arbeiten konnten die restaurierten technischen Einbauten schließlich wieder in die Tunnelröhre eingesetzt werden. Das Ergebnis ist ein stabilisiertes und in seiner Detailfülle wieder vollständig hergestelltes Modell, das den Besuchern nun wieder die beeindruckende Technik des Elbtunnelbohrers veranschaulicht.









