Für das neue Schaudepot des Filmmuseums Potsdam sollte ein historischer Kamerakran einen neuen Platz finden. Er war als zentrales Ausstellungsstück vorgesehen. Die anspruchsvolle Aufgabe war dabei: Filmtechnik restaurieren und das Objekt für den Umzug vorbereiten. Der Zustand des Objekts war nämlich von jahrzehntelanger Nutzung geprägt. Es erforderte eine gründliche Reinigung, die im Innenraum des Neubaus nicht möglich war.
Eine pragmatische Lösung für ein besonderes Objekt
Das Budget war begrenzt. Daher wurde in enger Absprache mit dem Museum eine pragmatische und zielgerichtete Lösung entwickelt. Der Fokus lag folglich auf einer intensiven konservatorischen Reinigung und der Konservierung des Fahrwerks. So sollte das Objekt für die Ausstellung bereitgestellt und sein Zustand für die Zukunft stabilisiert werden.
Wie wir historische Filmtechnik restaurieren
Das Fahrwerk des Kamerakrans war von hartnäckigen, klebrigen Verkrustungen bedeckt. Diese wurden zunächst mit einem Heißwasserdruckreiniger behandelt. Die anschließende Feinreinigung aller Kanten, Ecken und Spalten erfolgte in sorgfältiger und geduldiger Handarbeit. Eine besondere Herausforderung war überdies die Logistik. Da die originalen Räder nicht mehr nutzbar waren, musste das tonnenschwere Objekt mit Hilfe von Schwerlast-Rollwagen bewegt werden. Jeder Schritt zeigt somit, wie komplex und behutsam man vorgehen muss, wenn man sensible Filmtechnik restaurieren will.
Ein Blickfang für das neue Atrium
Das Ergebnis ist ein sauberes, in seiner Substanz gesichertes Ausstellungsstück. Es begrüßt die Besucher nun im Atrium des Filmmuseums. Das Projekt ist deshalb ein gutes Beispiel. Es zeigt, wie auch mit gezielten Maßnahmen ein Objekt wieder in Würde präsentiert werden kann. Es macht einfach Freude, einem solchen Stück Technikgeschichte zu einem neuen Auftritt zu verhelfen.









